Freitag, 10. Juni 2016
Gedicht vom 10.6.2016
Trunkener Kopf
stellt keine Angelegenheiten in Frage.
Kieselsteine auf Treppen
sind genauso belanglos wie
der Spargel im Alufolienbett
Einfach hängen lassen
das Leben in der Schwebe
in einer Hängematte mal hoch mal tief
ohne Schwung
bis dich der Nächste antreibt

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Gedicht vom 9.6.2016
Wie du willst
beschreibst du
wie du fühlst
wir sind die Schmiede
wo steht die Schmiede?
das Material
in Feuer aufgegossen
verbrannt, verkohlt
irgendwo zwischen Hammer und Amboss

klitzeklein
produziert das Herz klopfende Geräusche. ein Geräusch.
Klopft innen an die Pforte.
Glück schmiedet sich von selber,
öffnet die Tür
und lasset ein!

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Gedicht vom 8.6.2016
Amsel auf dem Fensterbrett
erfüllt mein Herz mit ihrem Jauchzen
Halt das Fenster zu, ermahne ich mich, doch sie zwinkert mir zu und mit dem Herzen im Schnabel fliegt Amsel.
Wir denken uns jauchzend so:
schmerzt nicht.

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Gedicht vom 7.6.2016
zu riskieren, um zu spüren
wie ein Sonnenschein im tragenden Regen
wie ein Baum auf verbrannten Wegen
wie Gesellschaft in umarmender Einsamkeit
wie ein Schiff in einem Tropfen Meer
davon will ich mehr

Possessivpronomen
mein dein sein und ihr
da passt kein wir
Temporaladverb
anfangs, damals, zuletzt
das klingt das Jetzt
nur nach. Leise.
Davon will ich mehr

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